Tierschutzverein Sylt e.V.

Der Tierschutzverein Sylt e.V. wurde 1962 gegründet und zählt heute rund 279 Mitglieder. Seit ca. 1988 betreibt er das einzige Tierheim auf Sylt, welches jährlich ca. 650 Haus- und Wildtiere aufnimmt und pflegt.

Der aktive Tierschutz, zur Verhütung von Tierquälerei und -missbrauch sowie deren Verfolgung, steht bei uns an oberster Stelle. Wir kümmern uns um alle Tiere in Not, bieten tierärztliche Sofortmaßnahmen und die Aufnahme und Pflege in unserem Tierheim.

Prävention ist ein weiteres wichtiges Thema – uns liegt es sehr am Herzen, bereits Kinder und Jugendliche an den Tierschutz heran zu führen – so ist in Zukunft die Zusammenarbeit mit Schulen und Kindergärten vorstellbar. Wir möchten den Tierschutzgedanken in der Bevölkerung verbreiten und die Menschen für die Tiere sensibilisieren.

Lesen Sie hier weiter über die Geschichte des Tierschutzvereins Sylt seit der Gründung im Jahr 1962

Der erste nachweisliche Eintrag eines Sylter Tierschutzvereines findet man 1962. Es hatten sich einige engagierte Leute zusammengefunden, um sich für hilfsbedürftige Tiere auf der Insel einzusetzen. Diese Gruppierung konnte sich aber nicht aufrecht erhalten, so dass 1979 eine Neugründung durch das Einsetzen eines Notvorstandes herbeigeführt wurde. Tierherbergen wurden durch Privatpersonen zur Verfügung gestellt: der Reitstall Jepsen in Kampen nahm Katzen in Obhut und auf ihrem Bauernhof in Tinnum baute Familie Rück in seiner Scheune Gitter auf, um herrenlose Hunde unterzubringen. Da doch mehr Tiere die Hilfe der Menschen benötigten als zuvor gedacht wurde, suchte der Tierschutzverein bald ein geeignetes Gelände, um dort eine Tierunterkunft zu erstellen. Jedoch ließen sich diese Pläne auf Grund des Flächennutzungsplanes Sylt als auch wegen der knappen Finanzen nicht verwirklichen.

Als die Bundeswehr teilweise abbaute führte man Gespräche mit der Oberfinanzdirektion Kiel zwecks Pachtung des Geländes an der Keitumer Landstraße (Heutiger Standort des Tierheimes). Das Gelände war so groß wie das heutige Tierheim und es standen zwei alte Blechschuppen darauf. Mit gemeinsamen Kräften brachte man das Gelände auf Vordermann und erstellte provisorische Tierunterkünfte. 1984/ 85 baute die Volksbank Westerland eine neue Filiale und nutzte als Provisorium ein Holzblockhaus. Nach Fertigstellung der neuen Bankfiliale konnte der Tierschutzverein das Blockhaus günstig erwerben. 1985 erhielt man die Erlaubnis, das Holzhaus auf dem gepachteten Gelände aufstellen zu dürfen. Der erste große Schritt für ein Sylter Tierheim war damit getan.

Im ersten Winter (1985/86) wurden bereits an die 70 Katzen aufgenommen. Keine leichte Aufgabe für den jungen Verein. Die Oberfinanzdirektion rät dem Tierschutzverein, das Gelände für einen guten Preis zu kaufen. Man hatte jedoch keine ausreichenden Finanzen und bat den Deutschen Tierschutzbund (DTSchB) um Hilfe. Wolfgang Apel, damals Bundesgeschäftsführer des DTSchB, betrachtete schon damals Sylt als „einen Knotenpunkt der Tierschutzarbeit“, und auch die Seevogelrettung durch Frau Unruh sah man als nicht ausreichend an. 1988 kaufte der DTSchB das Gelände (gesamt 97 000 m²) und verpachtete dann einen Teil dessen (12 000 m²) an den Tierschutzverein Sylt zu einem symbolischen Pachtzins von 1 DM pro Monat. Ziel war es, die aktive Tierschutzarbeit sowie eine Seevogel-Rettungs- und Forschungsstation aufzubauen. Der Sylter Tierschutz erhielt nun Aufschwung.

Gründer und Wegbegleiter war Anatol Buchholz aus Kampen, der sich mit seinem Vorstand (u.a. Peter Heising ) für das erste Sylter Tierheim einsetzte und dieses in immer weitergehenden Schritten den Bedürfnissen des Vereines anpasste. 2001 erhielt man die lang ersehnte und lang erkämpfte Baugenehmigung für bestehende Gebäude und für die Erweiterung des Tierheimes. Nach über 10 Jahren im Dienste des Tierschutzes zeigte das Holzhaus jedoch mehr und mehr Problemzonen. Auch häuften sich schwere Vorwürfe in der Öffentlichkeit gegenüber der Vereinsführung und der Tierhaltung. Der Amtstierarzt des Kreises Nordfriesland drohte sogar mit der Schließung des Tierheimes. Im April 2002 kam es auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung zum Eklat. Herr Buchholtz und sein gesamter Vorstand wurden nach heftigen Wortgefechten durch Neuwahlen von einem neuen Vorstand unter Peter-M. Wedell (zu der Zeit Bürgervorsteher Sylt-Ost) komplett ersetzt. Die Tierärztin Ivonne von Kobilinski übernahm neben dem 2.Vorsitz die kommissarische Tierheimleitung. Anatol Buchholtz erhielt für 14 Jahre Einsatz für den Tierschutz von Wolfgang Apel die „Franz-von-Assisi-Medaille“ überreicht.

Der neue Vereinsvorstand forderte einen Tierheim-Neubau. Die Öffentlichkeit setzte hohe Erwartungen an die neue Vereinsführung. Als der Verein keine finanzielle als auch andere Hilfe durch den DTSchB zugesagt bekam, entbrannte ein heftiger Streit zwischen den beiden Parteien und man suchte nach einem neuen Grundstück. Die Blaumuschel in Munkmarsch sollte das neue Tierheim werden. Die Öffentlichkeit kritisierte den Vorstand insbesondere Wedell so stark, dass nach einem Scheitern der Baupläne an der Blaumuschel (keine Zustimmung des archäologischen Landesamtes Kiel wegen der Nähe zu einem Hünengrab) am 06. Mai 2004 der gesundheitlich angeschlagene Peter Wedell aus diesen und privaten Gründen nicht mehr für den ersten Vorsitz zur Verfügung stand. Es formierte sich wiederum ein neuer Vorstand unter der neugewählten ersten Vorsitzenden I.v.Kobilinski, der sich bis heute ehrenamtlich für den Sylter Tierschutz einsetzt.

Der Verein heute:
• >300 Mitglieder
• Mitglied im Deutschen Tierschutzbund
• Einziger Tierschutzverein auf Sylt
• Betreiber des Tierheimes Sylt
• Gemeinnützigkeit anerkannt
• Vereinsarbeit findet ausschließlich ehrenamtlich statt

Baumassnahmen

… aktuelle Infos folgen in Kürze!

Unser Team

JL_P1270098

Josefine Leuwen
Tierheimleitung

SH_P1270098

Sandy Hübner
Tiermedizinische Fachangestellte

JH_P1270098

Jasmin Hartwig
Tierpflegerin

ST_P1270098

Susanne Thesing
Tierpflegehelferin

Vorstand:
1. Vorsitzende: zur Zeit unbesetzt
2. Vorsitzende: Susanne Thesing
3. Vorsitzende: Anja Kuntzsch

Kassenwart: Nils Breffke
Schriftführer: Martin Marställer

Erweiterter Vorstand:
Heiko Jürgens

Tierheim-Team
Patenschaften: Anja Kuntzsch
Spendendosen: Conny Becher
Hausmeister & Co.: Bertram Karnatz

Unsere Tiere

Sie haben sich entschieden, einem Tier aus dem Tierheim ein neues Zuhause zu geben! Damit helfen Sie nicht nur Ihrem neuen Schützling, sondern auch uns, denn so können wir ein anderes Tier in Not aufnehmen und hoffentlich zu einem neuen Zuhause verhelfen! Informieren Sie sich auf unserer Homepage wer sich über ein neues Zuhause freuen würde oder kommen Sie doch einfach bei uns vorbei. Leider ist es nicht immer so, dass wir alles über ein Tier erfahren, welches bei uns abgegeben wird. Natürlich beobachten wir unsere Schützlinge während des Tierheim-Aufenthaltes, damit wir Ihnen soviel wie möglich an Informationen mit auf dem Weg geben können – das Tierheim ersetzt aber nicht ein neues Zuhause mit einer festen Bezugsperson!

Natürlich stehen wir Ihnen auch nach der Vermittlung mit Rat und Tat zur Seite, damit Sie das Leben mit Ihrem neuen „Freund fürs Leben“ in vollen Zügen genießen können.

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Hunde

Finn – unser Sorgenhund

Mischling (Boston-Terrier-Englischer Springer Spaniel und Pyrenäen-Berghund Mix)
Rüde, kastriert
Geb. 01.02.2005

Finn lebt schon fast sein ganzes Leben lang in einem Tierheim. Wir haben ihn vom Tierheim aus Köln übernommen, da dort die Zeit fehlte, sich intensiv um ihn zu kümmern. Da Finn einen ausgeprägten Beschützerinstinkt hat, kam es leider zu einem Beißunfall Menschen gegenüber. Daraufhin wurde er als Gefahrenhund vom Amt eingestuft. Für ihn wird daher ein Sachkundenachweis für Gefahrenhunde benötigt. Außerdem muss er einen Maulkorb tragen und immer angeleint bleiben. Auch eine Schleppleine ist in seinem Fall nicht erlaubt. Mit Artgenossen versteht er sich ganz gut. Mit Katzen und anderen Kleintieren sollte er lieber nicht zusammen leben. Ebenfalls nicht mit Kindern. Finn ist eher ein ruhiger Hund, aber wenn er einen Ball sieht, möchte er sofort damit spielen.
Finn sucht sich seine Menschen selber aus, bei Menschen, die er mag, ist er zutraulich, ansonsten lässt er niemanden an sich ran. Die Hoffnung stirbt zuletzt, daher geben wir alles, damit unser Senior noch ein tolles Zuhause findet.

Arwen – unser gestresstes Sensibelchen

Rottweiler
Hündin, kastriert
Geb. 24.03.2011

Arwen wurde aus persönlichen Gründen im Februar 2017 bei uns abgegeben. Mit Artgenossen versteht sie sich je nach Sympathie, wobei es hier besser mit Rüden klappt. Am liebsten hat sie aber gerne die volle Aufmerksamkeit. Wenn Arwen jemanden mag, dann ist sie sehr verschmust. Arwen spielt sehr gerne. Mittlerweile hat sie auch das Wasser für sich entdeckt und springt sofort rein. An der Leine läuft sie super und auch Fahrradfahrer und Fußgänger stören sie nicht. Katzen und Kleintiere mag sie gar nicht. Sie hört sehr gut und kennt auch die Grundkommandos. Ansonsten ist sie vom Verhalten her ein typischer Rottweiler. Leider kann Arwen Stress nicht ab und das Tierheim stresst sie und schlägt ihr auf ihren empfindlichen Magen. Sie bekommt jetzt Spezialfutter und das klappt sehr gut. Arwen benötigt viel Aufmerksamkeit und Auslauf.

Frida – unsere Prinzessin
 
Mischling
Hündin, kastriert
Geb. 01.08.2015
 
Frida wurde von uns aus einem anderen Tierheim übernommen. Sie war am Anfang sehr scheu und man braucht viel Zeit und Geduld ihr Vertrauen zu gewinnen. Mittlerweile hat es sich etwas gebessert. Wenn Frida einen mag, dann ist sie total verschmust und am liebsten würde sie den ganzen Tag spielen und toben. Mit Rüden verträgt sie sich recht gut, mit Hündinnen eher weniger, da kann auch unsere ruhige Frida ausflippen und ihre Meinung sagen. An der Leine verhält sie sich ruhig. Für Frida wäre ein großes Haus mit Garten ideal.

Billy – unsere liebe Sportskanone

Mischling
Rüde, kastriert
Geb. 01.01.2014

Bei uns im Tierheim seit 22.08.2017 und steht erst ab November 2017 zur Vermittlung

Nähere Infos zu Billy bitte direkt im Tierheim erfragen.

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